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Bei der Reflektorischen Atemtherapie wird mit einer Wärmebehandlung und einer anschließenden manuellen Behandlung von Haut, Unterhaut und Muskulatur gearbeitet. Diese manuelle Behandlung und der dadurch reflektorisch "unwillkürlich" ausgelöste Atemreiz führen zu einer Lockerung und Durchblutung des Gewebes und der Muskulatur. Gleichzeitig kommt es zu einer Veränderung der Atembewegung. Die manuellen Griffe wirken auf nervös reflektorischem Weg auch auf die Organreflexzonen ein. Dadurch wird das vegetative Nervensystem beeinflusst und es kommt zu einer allgemeinen psychischen Entspannung.

Die Anwendungsgebiete der Reflektorischen Atemtherapie sind chronische Störungen der Atmung. Die gesamte Atemmechanik kann in ihrer Bewegung und Ausdehnung verbessert werden. Es wird der bestmögliche Grundtonus der Atem- und Atemhilfsmuskulatur hergestellt, wodurch eine Optimierung des Atembewegungsablaufes eintritt.

Bei Wirbelsäulenerkrankungen und Bewegungseinschränkungen der Gelenke, z.B. aufgrund rheumatischer oder degenerativer Erkrankungen, wird mit der Reflektorischen Atemtherapie über den unwillkürlichen Atemreiz eine Lockerung des Gewebes und damit eine Verbesserung der Beweglichkeit und Entspannung der Muskulatur erreicht.

Aufgrund des regulierenden Einflusses auf das vegetative Nervensystem und der eintretenden psychischen Entspannung kann die Reflektorische Atemtherapie als begleitende Behandlung auch bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und des Magen-Darmtraktes angewendet werden.
 
 
Julia Epremian Helga Lorenz